Wir fallen nicht

Buchcover
Eine Rezension von
Kimmo Döring

Das Buch hat einen harten Inhalt, da es von einem toten Jungen handelt. Es wird  aus dessen Sicht und der seines Bruder erzählt. Es ist ein sehr gefühlvolles Buch, das von den Gefühlen lebt. Die Gefühle der beiden Jungen sind sehr unterschiedlich, die des toten Bruders sind sehr glücklich, das macht es am Anfang auch nicht sehr leicht, das Buch zu verstehen. Die des anderen Bruders sind sehr traurig und oft auch verzweifelt bis hin zu vorwurfsvoll. Es nimmt einen teilweise sehr mit, diese ganzen traurigen Gedanken und die Erinnerungen an den Unfall, bei dem der Junge umgekommen ist. Diese Teile des Buches sind sehr düster geschrieben und heben sich stark von dem Teil der Gedanken des toten Bruders ab. Es kommt einem beinahe so vor, als würde es ihm Spaß machen, tot zu sein, das kann sehr beängstigend wirken. Zweifellos ist es sehr harter Stoff, aber sehr, sehr gut geschrieben.

Die Handlung ist sehr packend und mitreißend geschrieben, obwohl es auch sehr traurig ist und man die Trauer des Bruders sehr stark spürt. Das berührt einen sehr und man empfindet sehr viel mit ihm. Es ist nicht die Art von mitreißend, die man zum Beispiel von Krimis kennt, sondern es ist eine Art, bei der man viel mit der Person im Buch mitfühlt und dass man diese Person in ihren Gefühlen unterstützen möchte.

Es ist kein durch und durch trauriges Buch, gibt es doch in den Teilen aus Sicht des toten Bruders auch sehr freundliche und sogar glückliche Momente, die gar nichts von der Traurigkeit des überlebenden Bruders haben. Das sind Momente, in denen man sich als Leser auch mal ein bisschen freuen kann. Ich würde das Buch ab 13/14 Jahren empfehlen, für sehr sensible Menschen vielleicht auch erst ab 15 Jahren.

Seita Vuorela
Wir fallen nicht
Übersetzung
Tanja Küddelsmann
Ravensburger 2014
ab 14 Jahren

Nicht mehr lieferbar