Gips oder: Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte

Cover "Gips"
Eine Rezension von
Aurelia Magali Martell

Anna Woltz lebt und arbeitet in den Niederlanden und zählt dort zu den erfolgreichsten AutorInnen der letzten Jahre.

Am Morgen sieht Felicia (12 Jahre alt), genannt Fitz, wie ihr Vater und ihre jüngere Schwester Bente vom Fahrrad stürzen. Weil sich Bente beim Sturz ernsthaft die Hand verletzt, verbringen Fitz, Bente und ihre Eltern den ganzen Tag im Krankenhaus. Die Situation im Krankenhaus ist für alle schwierig, weil sich die Eltern drei Wochen zuvor getrennt haben. Fitz flüchtet vor den schwierigen Familiensituation und macht allein eine Erkundungstour durchs Krankenhaus. Dabei findet sie Freunde, erlebt ihre erste Verliebtheit und findet einen Weg, mit der Trennung der Eltern umzugehen. "Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte" ist daher ein sehr passender Titel.

Das ganze Buch habe ich am Stück gelesen, Es ist sehr spannend geschrieben. Immer wenn ein Spannungsbogen aufgelöst wird, wird ein neuer aufgebaut, so dass man nicht aufhören kann zu lesen. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt und die Sätze sind kurz. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich an die Sprache zu gewöhnen.

Das Buch empfehle ich Mädchen zwischen 11 und 13 Jahren.

Anna Woltz
Gips oder: Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte
Übersetzung
Andrea Kluitmann
Carlsen Verlag 2016 € 10,99 (Taschenbuch: € 5,99)