Eine wie Alaska

Buchcover
Eine Rezension von
Kimmo Döring

Das Buch handelt von Miles. Er ist neu ins Internat eingezogen und wird dort gleich mit seinem etwas schrägen Zimmernachbarn, dem Colonel, konfrontiert. Miles lernt mit der Zeit die verschiedensten Leute kennen, unter anderem auch Alaska. Sie ist das komplette Gegenteil von Miles. Dieser hielt sich bisher von Alkohol und Zigaretten fern, doch Alaska ist quasi Kettenraucherin und spricht auch gerne dem Alkohol zu. Das macht sie aber aus Miles Sicht nicht unbedingt unfreundlicher oder unattraktiver. Mit der Zeit entspinnt sich ein gutes, freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden. Es beginnt sich sogar auf mehr als nur ein freundschaftliches Verhältnis auszuweiten, bis ein großes Ereignis eintritt!

"Eine wie Alaska" ist ein fantastisches Buch. Es ist ein Buch, das sich sehr stark in einem verwurzelt, man nimmt das Buch auf, und die ganzen Gefühle, Gedanken und Worte werden in einem gespeichert. Es ist sehr, sehr berührend. Wenn man das Buch einmal angefangen hat, kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Man möchte immer weiter an dem Buch beteiligt sein, weiter mitgerissen werden. Das Buch ist im Endeffekt sehr traurig, aber es ist eine Traurigkeit, die auch gute Seiten hat, weil man sich an schöne Erlebnisse erinnern kann, die man erlebt hat. Im Verlauf des Buches ist es oft sehr lustig und fröhlich, aber es kommen auch Momente vor, die sehr traurig, aber trotzdem noch lustig sind. Das Buch wird so erzählt, dass einem die Handlung sehr nahe geht. Man kann die Gefühle sehr gut spüren und sich gut in die Akteure hinein versetzen. Die Akteure sind außerdem sehr gut ausgewählt, es sind alles sehr ausgeprägte, unterschiedliche Persönlichkeiten. Daher passen die Akteure so gut zusammen, keiner fehlt.

Vor allem die eine Hauptperson Alaska ist eine sehr besondere Person. Sie überzeugt vom ersten Auftritt an und begeistert einen das ganze Buch hindurch. Alle Personen sind tolle Figuren die man einfach nur mögen muss. Sie sind so gut beschrieben, dass sie sich im Leser einnisten und auch noch lange dort bleiben. Man kann die Personen sogar teilweise in die echte Welt übersetzen, man weiß sozusagen, was die Person in der Situation sagen oder machen würde. Die Erzählung wirkt aber trotz der zusammenpassenden und quasi perfekten Akteure überhaupt nicht im Voraus bestimmt. Es gibt immer wieder gute wie böse Überraschungen.

Es ist zweifellos ein sehr trauriges Buch, und das sollte man nie vergessen. Da man sich gut in die Personen reinversetzen kann, färben die Stimmung des Buchs auch auf einen ab. Das Buch gefällt mir aber trotzdem sehr, sehr gut. Es ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe, und es ist auch mein Lieblingsbuch. Ich denke, das ist ein Buch, das man gelesen haben muss, sonst hat man nämlich ganz schön was verpasst. Ich würde es ab 14 Jahren empfehlen. Es ist allerdings schon sehr traurig und belastend, so dass man keine richtige Altersangabe geben kann. Die Altersempfehlung ist sehr von der Person abhängig. Ich glaube, das Buch können auch Erwachsene noch sehr gut lesen, weil es einfach ein tolles Buch ist, bei dem es eigentlich nach oben hin keine Altersbeschränkung gibt. Es ist einfach ein fantastisches Buch.

John Green
Eine wie Alaska
Übersetzung
Sophie Zeitz
dtv (Reihe Hanser) 2009 € 9,95
ab 13 Jahren