Steinadler

Willy lebt mit seinem Großvater und dem Hund Spürnase auf einer Kartoffelfarm. Sie sind zwar arm, aber haben viel Spaß am Leben, bis Großvater eines Morgens nicht mehr aufstehen will. Es stellt sich heraus, dass Großvater über Jahre keine Steuern gezahlt hat und nun die Pfändung der Farm droht. Entgegen aller Ratschläge die Farm zu verkaufen, sieht Willy im Gewinnen eines anstehenden Hunderennens, das er mit Spürnase laufen will, die Lösung: die Gewinnsumme zahlt die Steuer, und Großvater wird gesund und steht wieder auf. Willy weiß jedoch, dass ein Indianer namens Steinadler mitläuft, der noch nie ein Hunderennen verloren hat!
Erzählt wird die Geschichte in kurzen einfachen Sätzen aus Willys Perspektive, die sehr viel Raum für eigene Assoziationen lassen. Die Handlung strebt relativ gradlinig auf einen Showdown am Ende des Hunderennens zu, der zugleich das unerwartete, als auch offene Ende der Geschichte darstellt. Die nüchterne knappe Sprache sorgt dafür, dass trotz großer Dramatik und Emotionalität die Geschichte nicht in Kitschigkeit abgleitet.

John Reynolds Gardiner
Gabriele Hafermaas (Illustration)
Steinadler
Übersetzung
Aus dem Amerikanischen von Almut Atkins
Ravensburger TB 1989 125 Seiten € 5,95